Praktikum in meinem Berliner Büro

Junge Menschen zu fördern, ist mir ein besonderes Anliegen. Daher biete ich in meinem Bundestagsbüro Studentinnen und Studenten die Möglichkeit, ein mehrwöchiges Praktikum zu absolvieren.

Sie sollten an einer deutschen Hochschule eingeschrieben sein, aus meinem Wahlkreis stammen und Interesse am politischen Geschehen und an der Arbeit im Bundestag mitbringen. Ihre Unterlagen senden Sie bitte an mein Abgeordnetenbüro in Berlin.

Weitere Informationen erhalten Sie auch beim Deutschen Bundestag.

 

 

Parlamentarisches Patenschafts Programm

Falls Sie Informationen zum Parlamentarischen Patenschafts Programm (PPP = USA-Stipendium aus Mitteln des Deutschen Bundestages) suchen, klicken Sie bitte hier: http://www.bundestag.de/jugend/ausprog/ppp/index.html

 

 

Praktikum im Bundestagsbüro - Ein Erfahrungsbericht

Max Hoffmann aus Frankenthal absolviert ein Praktikum in meinem Bundestagsbüro. Er hat in meinem Büro mitgearbeitet, mich zu Terminen begleitet und einen kurzen Erfahrungsbericht geschrieben, viel Vergnügen beim Lesen!

 

Max Hoffmann 

Es ist während des Studiums nicht immer einfach neben all der gelernten Theorie den Bezug zur Praxis zu bekommen. Besonders dann nicht, wenn man wie ich Politikwissenschaft studiert und seit nunmehr sieben Semestern mit vielerlei Gedankengebäuden konfrontiert wurde. Umso dankbarer war ich für die Chance, den politischen Betrieb einmal aus nächster Näher erleben zu dürfen, im Bundestagsabgeordnetenbüro von Staatsministerin Maria Böhmer.

Im Paul-Loebe-Haus an der Spree gelegen befand sich mein Arbeitsplatz für die nächsten sechs Wochen in Sichtweite des Bundestages und direkt gegenüber des Kanzleramtes. Näher ans „Zentrum der Macht“ konnte ich als Student kaum kommen. Bevor ich mich jedoch mit Frau Gröhl und Frau Röhrig, den persönlichen Mitarbeiterinnen von Frau Böhmer, in die Arbeit stürzen konnte, erwartete mich ein Spaziergang zur Ausgabestelle für Hausausweise, gelegen gegenüber der britischen Botschaft nicht weit des Brandenburger Tores. Erst ein zeitlich befristeter Praktikantenausweis ersparte mir die tägliche Sicherheitskontrolle an den Eingängen zu Bundestag, Paul-Loebe-Haus und Kanzleramt. Dann konnte es auch losgehen.

Die Aufgaben des Abgeordnetenbüros beinhalten vielerlei Tätigkeiten, die darauf abzielen die Arbeit der Staatsministerin zu koordinieren, zu unterstützen und damit erfolgreich zu machen. Meine Rolle war es fortan, als ein Teil dieses Teams daran mitzuwirken. Der erste Tag war dabei ganz dem Einspielen in die täglichen Büroabläufe gewidmet: Abholen und Sortieren der Post, Filtern der lokalen Zeitungen nach relevanten Artikeln für den Aufgabenbereich von Frau Böhmer, Archivieren. Neben diesen „Konstanten“ brachte jedoch jeder Tag etwas Neues, auf das es sich einzustellen galt: Einmal musste ein Gesetzestext im Intranet des Bundestages samt Verlauf der Gesetzgebung recherchiert werden, ein andermal waren Pressetexte zusammenzufassen damit Frau Böhmer in kürzester Zeit alle wichtigen Informationen zur Verfügung standen. Daneben durfte ich an der Mailkorrespondenz mitwirken, die Homepage von Frau Böhmer mit verbessern sowie Pressemeldungen verfassen, etwa anlässlich des „Deutschen Nachhaltigkeitspreises“ oder des „Bundeswettbewerbs Aidsprävention“. Stets bedurfte es bei solchen Aufgaben einer Recherche zum Thema sowie entsprechendes Sprachgefühl für die „druckfertige“ Formulierung. Grund zur Panik bestand dabei nie, Frau Gröhl sowie Frau Röhrig halfen mir stets weiter und schufen ein tolles Arbeitsklima, sodass ich jeden Morgen um neun Uhr gerne ins Büro kam.

Die Vielfalt meines Praktikumsfeldes wurde zudem durch die beständigen Möglichkeiten erweitert auch außerhalb des Büros Erfahrungen zu sammeln. Im Rahmen einer durch die CDU/CSU-Fraktion organisierten Praktikantenbetreuung hatte ich Gelegenheit eine Führung durch Bundesrat, Bundestag sowie das ehemalige Staatsgefängnis Hohenschönhausen wahrzunehmen. Zudem begleitete ich eine Besuchergruppe von Fr. Böhmer zur Ausstellung der Neuen Synagoge Berlin. Ein „Allroundprogram“ durch das politische, historische und kulturelle Berlin heutiger wie vergangener Tage könnte man sagen.

Immer wieder war es interessant zu beobachten, wie die aus Lehrbüchern so oft gelesenen Inhalte in der Realität ablaufen. Beim Besuch von Ausschusssitzungen, etwa des Innenausschusses, oder als Zuhörer von Plenarsaaldebatten sah ich nicht nur viele prominente Gesichter der aktuellen Politikerriege, sondern konnte auch Ablauf und „Stimmung“ politischer Prozesse wahrnehmen. Das sind Eindrücke, die man so schnell nicht vergisst.

Eine Besonderheit als Praktikant bei Frau Böhmer waren die mir gegebenen Gelegenheiten die Staatsministerin bei vielen Terminen ihrer Arbeit zu begleiten. Neben drei Interviews im Kanzleramt begleitete ich sie zur Tagung der Katholischen Akademie in Berlin, zu Treffen mit Besuchergruppen aus dem Wahlkreis Ludwigshafen/Frankenthal oder zu einer Pressekonferenz anlässlich der Kampagne „Raus mit der Sprache. Rein ins Leben“ der Deutschlandstiftung Integration, die es Migranten erleichtern soll, die Deutsche Sprache zu erlernen. Zudem hatte ich die wohl seltene Gelegenheit bei einem Gespräch mit Schauspielern in Frau Böhmers Büro im Kanzleramt dabei zu sein, direkt am „Verhandlungstisch“ zu sitzen und sogar meine Meinung zu einer Frage zu äußern. Ein zweites Highlight war auch die Fahrt in ihrem Dienstwagen, in dem ich sie zu einer Pressekonferenz begleiten durfte. Wie oft fährt man schon in einem schwarzen BMW durch Berlin! Damit war ich mittendrin, statt nur dabei. Da Frau Böhmer durch ihr Amt als Staatsministerin ein Mitglied der Bundesregierung ist, spürte man bei jedem dieser Termine stets den Flair „großer Politik“.

Rückblickend verging mir die Dauer meines Praktikums wie im Fluge. Selbst wenn sechs Wochen eine lange Zeit sind, war jeder Tag etwas anders als der vorherige und immer mit neuen Aufgaben versehen. Keine Chance für Eintönigkeit oder gar Langeweile. Der tägliche Umgang mit Menschen, neuen Situationen und Herausforderungen war genau das, was ich als eine willkommene Ergänzung zu meinem Studium gesucht hatte.

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