Initiatorin der Kampagne "Rote Karte gegen Gewalt in den Medien"

Um Eltern eine Möglichkeit zu geben, ihren Protest gegen Gewalt und pornographische Darstellungen in den Medien kundzutun, habe ich im Jahr 1994 die Aktion „Rote Karte gegen Gewalt in TV“ ins Leben gerufen. Eltern, Kirchengemeinden und Vereine erhielten damit die Möglichkeit, „Rote Karten“ an Fernsehsender zu schicken, wenn sie jugendgefährdende Inhalte ausmachten. Viele Bürgerinnen und Bürger haben sich daran beteiligt. Mehr als 10.000 Kampagnenhefte und mehr als 500.000 Rote Karten wurden an Verbände, Kindergärten, Schulen, Kirchengemeinden, Jugendschutzämter und nicht zuletzt an unzählige Bürgerinnen und Bürger verteilt. Zugleich gingen rund 24.000 Protestunterschriften gegen Gewalt und pornographische Darstellungen im Fernsehen ein, von denen mehr als 13.000 bereits im März 1996 im Bundeskanzleramt an den damaligen Staatsminister Pfeifer übergeben werden konnten. Nicht zuletzt dem Druck der öffentlichen Meinung ist es zu verdanken, dass indizierte Filme nicht mehr im Fernsehen ausgestrahlt werden dürfen und dass in der Medienpolitik, im Medienrecht und der Medienpädagogik insgesamt Fortschritte zu verzeichnen sind.

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