Über mich
Man muss im Leben immer für neue Anfänge sorgen,
glückliche Anfänge!
Monika Maron

 

Für neue Anfänge kann nur derjenige sorgen, der stets dankbar zurückblickt auf das Erreichte. Denn nur wer seine Wurzeln kennt und sich auf sie besinnt, kann eine gute Politik machen. Die Pfalz mit ihren kulturellen Schätzen ist mir Heimat, dort fühle ich mich Zuhause. Hier wandere ich gerne und treffe mich mit Freunden.
 

Geboren wurde ich im April 1950 in Mainz. Ich studierte Mathematik, Pädagogik, Physik und Politikwissenschaften und wurde im Fach Pädagogik promoviert. Für meine Dissertation wurde mir 1975 der internationale Preis "Zur Pädagogik der Gegenwart" in Wien überreicht. Nach der Promotion entschied ich mich zunächst für die universitäre Laufbahn. Ich begann als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Mainz, wo ich nach Forschungsaufenthalten in Cambridge und Augsburg 1982 habilitiert wurde. Seit 2001 bin ich Professorin für Pädagogik in Heidelberg.
 

Nach meiner Habilitation sorgte ich für einen ersten Neuanfang, der mein Leben in eine völlig andere Richtung lenkte: Mein Weg führte mich in die Politik. Das Anliegen, Dinge bewegen und anpacken zu wollen, von denen ich überzeugt bin, half mir dabei. Von 1982–1990 war ich die erste Landesfrauenbeauftragte in Rheinland-Pfalz.
 

Seit 1990 bin ich Mitglied des Deutschen Bundestags, zunächst im Wahlkreis Frankenthal-Donnersberg, dann in der Nachfolge von Dr. Helmut Kohl im neu zugeschnittenen Wahlkreis Ludwigshafen-Frankenthal. Am 27. September 2009 konnte ich in meinem Wahlkreis (Ludwigshafen, Frankenthal und Teile des Rhein-Pfalz-Kreises) erstmals das Direktmandat gewinnen. Dieses Ergebnis hat mich sehr gefreut, denn es ist für mich eine besondere Anerkennung meiner politischen Arbeit vor Ort. Im früheren Wahlkreis Ludwigshafen ist es bislang nur Dr. Helmut Kohl gelungen, diesen für die CDU zu gewinnen (1990 und 1994). Den früheren Wahlkreis Frankenthal-Donnersberg hatte nie ein Kandidat der CDU gewinnen können. Vor diesem Hintergrund macht es mich besonders stolz, dass ich bei den Bundestagswahlen 2009 und 2013 das Direktmandat erhalten habe. Ich bin begeistert von diesem großen Vertrauensbeweis der Menschen aus meinem Wahlkreis!
 

Im Februar 2000 wurde ich zur stellvertretenden Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion gewählt, das Amt übte ich bis September 2005 aus. Als stellvertretende Fraktionsvorsitzende war ich für die Bereiche Bildung und Forschung, Familie und Frauen zuständig. In dieser Zeit habe ich gemeinsam mit den beiden Bundestagskolleginnen Margot von Renesse und Andrea Fischer das Stammzellgesetz formuliert. Dieses Gesetz ist eines der ganz wenigen, die nicht auf einer Vorlage der Bundesregierung basiert, sondern aus der Mitte des Parlaments entstanden sind. Dass ich damals diese Gesetzgebung federführend gestalten konnte, ist für mich von herausragender Bedeutung in der parlamentarischen Arbeit.
 

Von 2005 bis 2013 war ich Staatsministerin bei der Bundeskanzlerin und Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration. Die Maxime integrationspolitischer Arbeit ist, dass wir in unserer Gesellschaft nicht übereinander sondern miteinander reden. In meiner Zeit als Integrationsbeauftragte haben wir maßgebliche Erfolge erzielt, für die unter anderem die Integrationsgipfel, der Nationale Aktionsplan Integration oder das Gesetz zur Anerkennung von im Ausland erworbenen Berufsabschlüssen
stehen.

Im Dezember 2013 wurde ich zur Staatsministerin im Auswärtigen Amt ernannt. In dieser Funktion bin ich für die Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik zuständig. Es geht dabei um die Frage, welches Bild Deutschland im Ausland hat. Angesichts des steigenden Fachkräftebedarfs und der damit gestiegenen Bedeutung der Attraktivität Deutschlands wird dieses Politikfeld entscheidenden Anteil daran haben, wie sich unsere Zukunft auch hier bei uns vor Ort entscheidet. Bildung ist überall auf der Welt der Schlüssel für den persönlichen Aufstieg, für Innovationskraft und Wirtschaftswachstum, für eine funktionierende Zivilgesellschaft und politische Stabilität. Deshalb habe ich mich bei den Verhandlungen über die Post-Millenniumziele bei den Vereinten Nationen in New York, den Nachhaltigkeitszielen, die die Weltgemeinschaft beschließen wird, mit allem Nachdruck für gute Bildung und besonders für die duale berufliche Bildung eingesetzt.

Von Juni 2014 bis Juli 2015 war ich Präsidentin des Welterbekomitees der UNESCO (Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur). Hier habe ich mich insbesondere für das nachhaltige Management von Welterbestätten und den Erhalt von gefährdeten Monumenten eingesetzt. Der afrikanische Kontinent hat dabei einen besonderen Schwerpunkt gebildet.

Mit Wirkung zum 1. August 2014 wurde ich für eine erste Amtszeit von vier Jahren zur Senatorin der Leibniz-Gemeinschaft gewählt. Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 89 selbständige Forschungseinrichtungen in denen rund 17.500 Personen beschäftigt sind, darunter 8.800 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Senat gibt Empfehlungen zur strategischen Weiterentwicklung der Gemeinschaft und ihrer Mitgliedseinrichtungen sowie zur Steigerung der Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit von Forschung und Dienstleistungen ab.
 

Im April 2015 wurde mir für meinen Einsatz für die deutsch-türkische Freundschaft und mein Engagement für ein friedliches Miteinander der Religionen und Kulturen die Ehrenbürgerschaft der Stadt Antakya verliehen.

Die CDU ist meine politische Heimat. Ich gehöre dem Bundesvorstand der CDU an und war von 2001 bis 2015 Bundesvorsitzende der Frauen Union, deren Ehrenvorsitzende ich seitdem bin. Neben meiner Verankerung in der Politik bin ich auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen engagiert: Ich bin Mitglied des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken (ZdK), Vorsitzende des Kuratoriums der St. Martinus Schulstiftung im Bistum Mainz, Mitglied des Kuratoriums der Deutschland Stiftung Integration und stellvertretende Kuratoriumsvorsitzende der Caritas-Stiftung St. Elisabeth im Bistum Speyer. Darüber hinaus engagiere ich mich als Kuratoriumsmitglied in der Stiftung Lesen und als Vorsitzende des Beirates der Kulturakademie Tarabya. Von 1992 bis 2016 war ich Mitglied des ZDF-Fernsehrates und ab 2002 dessen stellvertretende Vorsitzende.